Hügelgräberfeld der Hallstattzeit (800 - 450 v. Chr.)

Auf der Flur "Vor dem kleinen Lindenberg" wurde 1989 dieses vormals vollständig verflachte Hügelgräberfeld beim Straßenbau entdeckt und von der Archäologischen Arbeitsgruppe ausgegraben. Dabei konnten 16 Hügelgräber untersucht werden.

Bestattung und Grabbau
Der Tote wurde im Festgewand, mit angelegtem Schmuck, an der Stelle der späteren Grabkammer auf einen Scheiterhaufen verbrannt. Die Knochenreste sammelte man in ein tönernes Gefäß, die Urne.

Diese fand in einer ebenerdigen hölzernen Grabkammer Aufstellung, zusammen mit verschiedenen Gefäßen und einer Fleischbeigabe als Wegzehr für die Reise ins Jenseits. Um und über die Grabkammer schichtete man aus Steinen und Erde einen Grabhügel, der von einem Steinkranz eingefasst war. Jeweils ein Hügel war einem Verstorbenen gewidmet. Nur in einem Hügel waren vermutlich die Reste mehrerer Toten bestattet. Darauf deuten die vier Urnen dieses Grabes hin.

Rekonstruktion des Hügelgräberfeldes
Die Steinkränze und Steinpackungen waren sehr gut erhalten. Dies erlaubte eine Rekonstruktion des Gräberfeldes als anschauliches archäologisches Denkmal. Sie fand mit Unterstützung des Amtes für Ländliche Entwicklung, der Stadt Ostheim und des Landesamtes für Denkmalpflege statt.

Hügelgräberfeld der Hallstattzeit
Die Steinstelen auf den Hügeln fanden sich während der Ausgrabung. Der in einem Halbschnitt wieder errichtete Hügel Nr. 10, zeigt den Aufbau der Hügelgräber aus Grabkammer, Steinpackung, Steinkranz und Erdhügel.

Fundstücke aus diesen und weiteren in der Umgebung gefundenen vorgeschichtlichen Gräbern sind im Rhön-Museum in Fladungen ausgestellt.

Das Hügelgräberfeld ist bequem von Ostheim zu erreichen. Da es sich ausschließlich um befestigte Wege handelt, können Sie auch das Fahrrad oder das Auto benutzen.

Vor Ort befindet sich eine reich bebilderte Schautafel, auf der es viele weitere Informationen zu Funden und weiteren Hügelgräberfeldern in der Umgebung gibt.